
Die Zahlungsbilanz ist ein statistisches Rechenwerk, das die wirtschaftlichen Transaktionen einer Volkswirtschaft mit der übrigen Welt für eine bestimmte Periode systematisch zusammenfasst (Stromrechnung).
Die monatliche Pressenotiz zur deutschen Zahlungsbilanz wird ca. 6 Wochen nach Ende des Berichtsmonats im Internet veröffentlicht. Das tatsächliche Veröffentlichungsdatum wird am Freitag der Vorwoche im Terminkalender bekannt gegeben.
Etwa einen Tag zuvor werden die Daten zum Außenhandel zusammen mit den Salden der Leistungsbilanz vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Die Leistungsbilanzangaben werden dem Statistischen Bundesamt und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kurz vor der monatlichen Veröffentlichung der Bundesbank-Pressenotiz zur deutschen Zahlungsbilanz zur Verfügung gestellt.
Unter Tabellen stehen Auszüge aus dem Statistischen Beiheft 3 Zahlungsbilanzstatistik zur Verfügung, die mit einem umfangreichen Zeitreihen-Service verbunden sind.
Außerdem werden Angaben zu Direktinvestitionsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Ausland auf Jahresbasis veröffentlicht.
Der Monatsbericht beinhaltet neben dem Textteil einen umfangreichen statistischen Teil, mit einer vorangestellten Zusammenfassung wichtiger Wirtschaftsdaten für Deutschland.
Das Statistische Beiheft 3 Zahlungsbilanzstatistik enthält detaillierte Angaben zur deutschen Zahlungsbilanz und zum Auslandsvermögensstatuts und wird monatlich veröffentlicht.
Die jährliche Publikation Zahlungsbilanz nach Regionen erscheint im Juli und enthält eine detaillierte geographische Gliederung nach einzelnen Ländern und Ländergruppen.
Alle zwei Jahre wird die statistische Sonderveröffentlichung Technologische Dienstleistungen in der Zahlungsbilanz veröffentlicht.
Die Revisionspolitik und Publikationspraxis für die deutsche Zahlungsbilanzstatistik und den Auslandsvermögensstatus orientieren sich an der Verfügbarkeit der Daten und an den Interessen der Nutzer.
Neben den Ursprungswerten werden sowohl saison- und kalenderbereinigte als auch nur kalenderbereinigte Zeitreihen angeboten. Die bereinigten Angaben werden nach dem Census-Verfahren X-12-ARIMA, Version 0.2.8, geschätzt. Für weitere Informationen zur Saisonbereinigung siehe:
Die deutsche Zahlungsbilanzstatistik richtet sich im konzeptionellen Aufbau, Methodik und Präsentation nach den international vereinbarten Konzepten des 5. Zahlungsbilanz-Manuals des Internationalen Währungsfonds ( BPM5).
Der IMF Data- ROSC-Bericht (Report on Observance of Standards and Codes) dokumentiert inwiefern Länder gewisse international anerkannte statistische Standards erfüllen.
Als SDDS-Indikator stehen sog. Metadaten auf dem Dissemination Standards Bulletin Board (DSBB) des IWF zur Verfügung, die das methodische, konzeptionelle und institutionelle Rahmengerüst der deutschen Zahlungsbilanz beschreiben.
Weitere methodische Informationen lassen sich der Veröffentlichung European Union Balance of Payments / International Investment Position Statistical Methods (BOP Book) entnehmen, die für alle EU-Mitgliedsländer die Methoden zur Erstellung der Zahlungsbilanz und des Auslandsvermögensstatus beinhaltet. Sie erscheint jährlich (i.d.R. im Mai) in aktualisierter Auflage.
Nähere Informationen über methodische Anpassungen der Zahlungsbilanzstatistik im Zeitverlauf befinden sich in den nachfolgenden Aufsätzen des Monatsberichts der Deutschen Bundesbank:
Die Statistische Sonderveröffentlichung 7 Erläuterungen zum Leistungsverzeichnis für die Zahlungsbilanz enthält eine Beschreibung der vielfältigen grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Transaktionen im Außenwirtschaftsverkehr. Rechtliche Grundlagen (Außenwirtschaftsgesetz, Außenwirtschaftsverordnung, Ausführungsbestimmungen etc.) sind im Bereich außenwirtschaftliches Meldewesen untergebracht.