
In diesem Segment stellt die Deutsche Bundesbank ein speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnittenes Glossar mit wichtigen Begriffen insbesondere zu "Geld und Währung" zur Verfügung.
Unter Pensionsgeschäften versteht man den Kauf eines Vermögensgegenstandes mit gleichzeitiger Vereinbarung des Rückkaufs zu einem späteren Termin (der Verkaufsgegenstand wird „in Pension“ gegeben). Pensionsgeschäfte, die eine Zentralbank mit den Geschäftsbanken im Rahmen ihrer Offenmarktpolitik abschließt, dienen der befristeten Bereitstellung bzw. dem befristeten Entzug von Zentralbankgeld.
Der Pfandbrief ist eine Form der Schuldverschreibung, die von Hypothekenbanken, Schiffspfandbriefbanken und öffentlich-rechtlichen Banken herausgegeben werden. Hypothekenpfandbriefe dienen zur Finanzierung von Immobilien und sind durch die Beleihung von Grundvermögen (Hypotheken oder Grundschulden) abgesichert. Öffentliche Pfandbriefe dienen meist zur längerfristigen Finanzierung öffentlicher Haushalte. Sie sind durch die allgemeine Leistungs- und Steuerkraft der öffentlichen Haushalte gedeckt.
Die Gesamtheit der Vermögenspositionen, in denen eine Bank, ein Unternehmen oder ein privater Haushalt seine Mittel investiert hat.
Sich wechselseitig aufschaukelnder Prozess von Preis- und Lohnsteigerungen, der in einer sich ständig beschleunigenden Inflation münden kann. Eine Preis-Lohn-Spirale ist Ausdruck eines Verteilungskampfes zwischen den Tarifparteien. Sie kann z. B. durch einen Preisanstieg für Rohstoffe (Ölpreisschock) ausgelöst werden. Die Unternehmen versuchen, die gestiegenen Produktionskosten auf die Preise der von ihnen hergestellten Güter zu überwälzen. Die Arbeitnehmer wiederum nehmen die Preissteigerungen zum Anlass, höhere Lohnforderungen zu stellen. Der Lohnanstieg bedeutet eine erneute Kostenerhöhung für die Unternehmen, worauf es zu einem weiteren Anstieg der Güterpreise kommt, die nun wieder in erhöhten Lohnforderungen münden und so weiter.
Das Preisniveau ist ein allgemeiner Ausdruck für den Durchschnitt aller Preise für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt. Steigt das Preisniveau, sinkt die Kaufkraft des Geldes – und umgekehrt. Das gesamtwirtschaftliche Preisniveau und seine Veränderungen werden meist mit dem Verbraucherpreisindex gemessen.
Hauptziel der Geldpolitik des Eurosystems ist, auf mittlere Frist Preisstabilität zu sichern. Preisstabilität bezieht sich auf das allgemeine Preisniveau, nicht auf einzelne Preise. Preisstabilität ist gegeben, wenn sich das gesamtwirtschaftliche Preisniveau nicht oder nur wenig ändert. Der EZB-Rat hat dabei definiert, dass Preisstabilität vorliegt, wenn der Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für das gesamte Euro-Währungsgebiet gegenüber dem Vorjahr unter, aber nahe 2 % liegt.
Kapital, das private Gesellschaften in der Regel in nicht-börsennotierte Unternehmen investieren. Ziel ist oftmals die Restrukturierung und der anschließende Verkauf, häufig durch einen Börsengang.
Gesamtwirtschaftliche Produktionsmöglichkeiten, die sich unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts mit den vorhandenen und normal ausgelasteten Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital erreichen lassen. Die Zunahme des Produktionspotenzials ist eine Schlüsselgröße für die Berechnung des inflationsfreien Geldmengenwachstums. Eine potenzialorientierte Geldversorgung gewährleistet, dass einerseits genügend Geld für das potenzielle volkswirtschaftliche Wachstum bereitgestellt wird, andererseits aber der Spielraum für einen Preisanstieg von der monetären Seite her von vornherein eng begrenzt ist.