
In diesem Segment stellt die Deutsche Bundesbank ein speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnittenes Glossar mit wichtigen Begriffen insbesondere zu "Geld und Währung" zur Verfügung.
Auch: Beizulegender Zeitwert. Bezeichnet ein Bewertungsverfahren von Vermögenswerten innerhalb der internationalen Rechnungslegung (z.Z. IAS 39.43 ff.). Diese Vermögenswerte umfassen Positionen der Kategorien (1) Available for Sale sowie (2) At Fair Value through Profit or Loss. Den besten Anhaltspunkt zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes liefern notierte Preise an einem aktiven Markt. Sollte kein aktiver Markt vorliegen, kann der Wert mittels eines Bewertungsverfahrens vom Unternehmen selbst bestimmt werden.
Feinsteuerungsoperationen zählen zu den geldpolitischen Instrumenten des Eurosystems, mit denen kurzfristige Schwankungen der Bankenliquidität ausgeglichen werden können. Mit Feinsteuerungsoperationen wie befristeten Transaktionen oder Devisenswaps kann das Eurosystem kurzfristig Liquidität bereitstellen oder abschöpfen. Zur zeitweiligen Abschöpfung von Liquidität kann das Eurosystem den Banken ferner die Hereinnahme von verzinslichen Termineinlagen anbieten.
Der Finanzstabilitätsrat besteht aus Vertretern von Zentralbanken, Finanzministerien, Aufsichtsbehörden und internationalen Organisationen. Das FSB wurde im Frühjahr 1999 von den Finanzministern und Zentralbankgouverneuren der G 7 als Financial Stability Forum (FSF) errichtet, um die internationale Zusammenarbeit und Koordination auf dem Gebiet der Aufsicht und Überwachung des Finanzsystems zu verbessern. Auf dem G 20-Gipfel in London im April 2009 wurde die Neugründung als FSB mit erweitertem Mandat und Mitgliederkreis beschlossen.
Die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH wurde im September 2000 als rechtlich privates Unternehmen im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen gegründet. Sie erbringt Dienstleistungen beim Management der Bundesschuld, insbesondere bei der Emission von Bundeswertpapieren, bei der Verwaltung der Sondervermögen des Bundes und beim Liquiditätsmanagement. Beim Emissionsgeschäft arbeitet die Finanzagentur eng mit der Deutschen Bundesbank zusammen.
Ein Finanzdienstleistungsinstitut ist ein Wirtschaftsbetrieb, der zwar keine Bank ist, aber bankähnliche Geschäfte, insbesondere Wertpapierdienstleistungen betreibt, wie sie in § 1 Abs. 1a KWG genannt sind (z. B. Anlageberatung oder Leasinggeschäfte).
Sammelbegriff für neue Finanzinstrumente, -märkte und Handelstechniken. Beispiele für Instrumente sind etwa Finanzderivate, Geldmarktfonds und Commercial Paper, für neue Märkte z. B. Euromärkte und Terminmärkte. Bei neuen Techniken handelt es sich etwa um die verbreitete Nutzung des computerisierten Börsenhandels. Finanzinnovationen sollen zur effizienteren Bereitstellung von Finanzdienstleistungen und zur kostengünstigeren Abwicklung von Finanztransaktionen beitragen. Vor allem seit Anfang der achtziger Jahre kam es mit den Fortschritten in der Informations- und Kommunikationstechnologie an den Finanzmärkten zu einer Welle von Finanzinnovationen, die zumeist in den USA entwickelt worden waren.
Institut, das Geldkapital von Anlegern entgegennimmt und an Kapitalnehmer weitergibt oder den Handel zwischen Kapitalgebern und -nehmern erleichtert. Bezieht sich typischerweise auf Banken und Versicherungsgesellschaften.
Gruppe von Unternehmen, der mindestens ein Unternehmen der Versicherungsbranche sowie mindestens ein Unternehmen der Banken- bzw. Wertpapierdienstleistungsbranche angehört.
Finanzmarkt ist der umfassende Begriff für den Handel mit Finanzierungsinstrumenten wie Aktien, Anleihen oder Terminkontrakten. Finanzmärkte können nach genau festgelegten Regeln funktionieren, wie etwa die Börsen. Sie können sich aber auch aufgrund von Handelsgewohnheiten herausbilden, wie beispielsweise der Telefonhandel zwischen Banken.
Finanzmarkt ist der umfassende Begriff für den Handel mit Finanzierungsinstrumenten wie Aktien, Anleihen oder Terminkontrakten. Finanzmärkte können nach genau festgelegten Regeln funktionieren, wie etwa die Börsen. Sie können sich aber auch aufgrund von Handelsgewohnheiten herausbilden, wie beispielsweise der Telefonhandel zwischen Banken.
Das Finanzsystem im engeren Sinne umfasst die Finanzmärkte, die Finanzintermediäre sowie die Zahlungsverkehrs- und Wertpapierverrechnungssysteme. Im weiteren Sinne werden auch die Ausgestaltung der Finanzmarktaufsicht und der rechtliche Rahmen einschließlich der Rechnungslegungsvorschriften dazugezählt. In der Finanzkrise, die im Jahr 2007 ausbrach, geriet das internationale Finanzsystem durch die Zahlungsschwierigkeiten wichtiger Banken und einen dadurch ausgelösten allgemeinen Vertrauensverlust an den Rand des Zusammenbruchs. Die Sorge für die Stabilität des Finanzsystems ist seitdem für Zentralbanken und Aufsichtsbehörden zu einer noch wichtigeren Aufgabe geworden.
Im Jahr 1972 wurde von dem US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler James Tobin eine Finanztransaktionssteuer auf internationale Devisengeschäfte vorgeschlagen (Tobin-Steuer). Tobin wollte durch eine sehr niedrige Steuer auf sämtliche internationale Devisentransaktionen kurzfristige Spekulationen auf Währungsschwankungen eindämmen. Dadurch sollten die Wechselkurse von Währungen stärker die langfristigen realwirtschaftlichen Phänomene als die kurzfristigen spekulativen Erwartungen widerspiegeln. Bis heute wird eine solche – allerdings auch auf andere Finanztransaktionen erhobene – Steuer von Globalisierungskritikern als eine zentrale Forderung angesehen. Im Zuge der jüngsten Finanzkrise wurde die Einführung einer derartigen Steuer auch von verschiedenen Regierungen gefordert, bislang aber noch nicht umgesetzt.
Flexible Wechselkurse sind im Gegensatz zu festen Wechselkursen nicht fixiert, sondern ergeben sich auf dem Devisenmarkt durch Angebot und Nachfrage. Dadurch schwanken sie im Zeitverlauf. Die wichtigsten Währungen haben heute flexible Wechselkurse, wie der Euro oder der US-Dollar.
Variabel verzinsliches Wertpapier.
(aus dem Englischen: to float = schwanken) Preisangabe der Parität der eigenen Währung zu den Währungen der anderen, dem Wechselkurssystem angehörenden Länder. Die Zentralbank wird von der Verpflichtung befreit, ihr angebotene Devisen zu festgesetzten Kursen anzukaufen. Die Kursbildung wird den Angebots- und Nachfragebedingungen am Devisenmarkt überlassen.
Ein Future ist ein verbindliches Termingeschäft, das im Gegensatz zur Option zum festgelegten Zeitpunkt von den Vertragspartnern zu erfüllen ist. Deren Wertentwicklung von dem gehandelten Basiswert ab. Man unterscheidet zwischen Finanzterminkontrakten (Financial Futures) und Warenterminkontrakten (Commodity Futures).